Die bigMESSAGE-Manuskripte vom 3. bis 12. März 2026
Autor: Uwe Burkert, Speyer
Thema: Bibel fühlen – auch was für Dich als Erwachsene*r?
Dienstag, 3. März 2026, 20:45 Uhr

Haste schon mal – in der Bibel gelesen? Ist jetzt nicht so die Trendsportart, oder: Bibellesen? Aber die Bibel gefühlt – haste das schon mal? Ja, gefühlt! Die Geschichte vom Propheten Jona zum Beispiel. Der keinen Bock drauf hat, Prophet zu sein. Dem Gott zwar den Auftrag gibt, nach Ninive zu gehen, in die große Stadt, in der's drunter und drüber geht - und dort mal ordentlich Tacheles zu reden. Aber für Jona ist das nix. Er gibt Fersengeld, flieht übers Meer, weit weg von Gott. Aber - denkste! Gott lässt einen großen Sturm kommen, das Schiff droht zu kentern. Die Seeleute machen schließlich Jona als Schuldigen aus, weil er vor Gottes Auftrag davonschippern will – und werfen ihn über Bord. Und dann? Statt unterzugehen und zu ertrinken – wird Jona von einem Walfisch verschluckt, der ihn schließlich zurück spuckt an Land – und Jona muss doch ran. Das Jona-Püppchen kannste mit Händen greifen und in den Wal aus Stoff stopfen und wieder ausspeien lassen. Die Walhaut fühlt sich kühl an – wie das Meer aus Latex, das sogar Wellen schlagen kann. Natürlich ist die erste Fühlbibel erst mal für blinde, sehbehinderte und sehende Kinder gedacht. Aber die Bibel fühlen, sinnlich und sinnig: wär' das auch was für Dich - als Erwachsene und Erwachsener?
Thema: Sonntags-Mantra: Gott mit Dir – für immer!
Donnerstag, 5. März 2026, 20:45 Uhr
Warum zählen die Sonntage eigentlich nicht zur Fastenzeit? Ganz einfach: weil Christ:innen sonntags notorisch, penetrant, ausnahmslos und das seit rund 2000 Jahren - Ostern feiern. Feiern, dass Gott Jesus aus dem Grab geholt hat laut Bibel - und damit Deinem und jedem Menschenleben eine ganz neue Perspektive eröffnet hat. Denn der Tod ist demnach nicht mehr nur die schreckliche Schranke, hinter der alles aus ist. Der Tod ist auf einmal ein Tor, eine Tür: in eine andere, bessere, unbekannte, märchenhafte, traumhafte Welt. In der alle auf Augenhöhe miteinander unterwegs sind und sich begegnen: unabhängig von dem, was einer kann oder nicht oder hat oder nicht. Die Auferstehung Jesu ist ein so elementares Fest und Datum im christlichen Glauben, dass sie Woche für Woche, Sonntag für Sonntag Mantra-artig wiederholt und gefeiert wird. Da muss dann auch die Fastenzeit – Pause machen. Aber was heißt "Pause"? Denn genau dafür ist die Fastenzeit ja da: dass Du Inventur machst bei Dir und checkst, was zählt wirklich, was ist Dir wirklich wichtig in Deinem Leben und was trägt Dich: durch alle Aufs und Abs, Höhen und Tiefen? Gott, der urgründige Urgrund von allem, was ist – über alles Werden und Vergehen und jeden Tod hinaus? Oder was oder wer – sonst?
Thema: Optimieren? Polier' Dein göttliches Selbst!
Dienstag, 10. März 2026, 20:45 Uhr
Was fällt Dir ein beim Stichwort "Fastenzeit"? Ein spirituelles Selbst-Optimierungs-Programm? Um Himmels willen – nicht noch eins, bitte! Nicht noch eine App, ein Ratgeber, ein Youtube-Tutorial, wie Du ein besserer Mensch werden kannst, das Beste aus Dir rausholen kannst, immer besser wirst - in weiß der Himmel was. Denn Dein Selbst – brauchste gar nicht optimieren! Jedenfalls – wenn's nach dem ersten Kapitel der Bibel geht. Denn das Buch Genesis gleich zu Anfang nennt Dich Abbild Gottes, Ebenbild, Ikone – in dem sich etwas von Gott zeigt und spiegelt, dem ewigen Lebens-Ursprung und –Urgrund von allem, was ist. Im Zweiten Testament wirst Du Kind Gottes genannt, Tochter, Sohn – Du gehörst zur göttlichen Familie! Was willste mehr? Das bist Du - das ist Dein Selbst. Das Du wie alle Kostbarkeiten allerdings auch pflegen solltest. Pflegen musst. Denn auch das teuerste Tafelsilber wird matt, wenn Du es nicht polierst regelmäßig. Drum achte in Deinem Lebensstil und bei allem, was Du tust, darauf: dass Deine Gottebenbildlichkeit, dass Deine Verwandtschaft mit Gott sich dabei zeigt, deutlich wird, ausdrückt und glänzt! Nicht um Dein Selbst zu optimieren. Sondern um es zu zeigen, zu präsentieren, auszupacken, zu entwickeln. Und nutz' gern dafür auch die Fastenzeit: dass wer mit Dir Kontakt hat – in Kontakt kommt mit Gott!
Thema: Dein Mund – ein Gottes-Raum?
Donnerstag, 12. März 2026, 20:45 Uhr
Hast Du 'ne große Klappe – oder biste eher leise und zurückhaltend? Kauste eher links oder eher rechts – oder beidseitig? Wie viele Zähne haste im Mund? Kannste gurgeln? Beißt Du öfter mal die Zähne zusammen? Und wann haste Dich sowas zuletzt überhaupt gefragt? Passiert eher selten, oder? Dabei spielt der Mund – so eine zentrale und wichtige Rolle. Durch den Mund kommen Sauerstoff und Nahrung in den Körper, hier sitzt der Geschmackssinn, mit dem Mund sprechen wir, der Atem fließt durch die Mundhöhle. Ein keines Wunderwerk, oder – Dein Mund? Die Bibel geht noch einen Schritt weiter: der Mund kann sogar zu einem göttlichen, Gott vollen Raum werden. Das erlebt krass der Prophet Ezechiel. Ezechiel isst die Buchrolle, die Gott ihm hinhält. Auf der steht, was der Prophet predigen soll. Ezechiel einverleibt sich Gottes Wort, verinnerlicht es – und ist voll davon. Später wird er mit seinem Mund davon erzählen, wird predigen und donnerwettern. Der Mund – als Raum Gottes, als Tor Gottes. Je nach dem, was Du durch den Mund hereinlässt – und was Du rauslässt durch Deinen Mund. Könnte das auch mal 'ne lohnenswerte Challenge sein für die Fastenzeit: Dich Deinem Mund liebevoll zuzuwenden und aufmerksam darauf zu achten - was Du mit ihm anstellst?